Prix de l’Arc de Triomphe 2025

Prix de l’Arc de Triomphe 2025

5. Oktober 2025 - 2.400 Meter, Paris-Longchamp


Pl Abst.

Alter Gewicht
Trainer Jockey Quote

1.
Daryz 3 56,5
F. Graffard M. Barzalona 17.0

2. K Minnie Hauk 3 55,0
A. O'Brien C. Soumillon 3.5

3. 5,5 Sosie 4 59,5
A. Fabre S. Pasquier 13.0

4. K Giavellotto 6 59,5
M. Botti A. Atzeni 38.0

5. H Byzantine Dream 4 59,5
T. Sakaguchi O. Murphy 11.0

6. ¾ Arrow Eagle 4 59,5
J.-C. Rouget I. Mendizabal 106.0

7. K Kalpana 4 58,0
A. Balding C. Keane 17.0

8. kK Leffard 3 56,5
J.-C. Rouget C. Demuro 48.0

9. 2,5 Quisisana 5 58,0
F. Graffard A. Pouchin 20.0

10. K Hotazhell 3 56,5
J. Harrington S. Foley 95.0

11. ½ Aventure 4 58,0
C. Ferland M. Guyonn 6.7

12. H White Birch 5 59,5
J. Murphy D. McMonagle 54.0

13. N Gezora 3 55,0
F. Graffard T. Marquand 32.0

14. K Croix Du Nord 3 56,5
T. Saito Y. Kitamura 9.7

15. ¾ Cualificar 3 56,5
A. Fabre W. Buick 23.0

16. 3,5 Alohi Alii 3 56,5
H. Tanaka C. Lemaire 10.0

17. 7 Los Angeles 4 59,5
A. O'Brien W. Lordan 45.0

NS
Estrange 4 58,0
D. O'Meara D. Tudhope


Vorbericht vom 3. Oktober 2025

In der 105-jährigen Geschichte des Prix de l’Arc de Triomphe ist es nie einem Pferd aus Japan gelungen das bedeutendste Pferderennen der Welt zu gewinnen. Das könnte sich in diesem Jahr ändern, denn drei starke Hengste aus dem Land der aufgehenden Sonne versuchen ihr Glück in Paris-Longchamp. Favorisiert sind aber zwei Stuten aus Europa.

Aventure endete im letztjährigen Prix de l’Arc de Triomphe knapp eine Länge hinter Bluestocking auf dem zweiten Platz und könnte in diesem Jahr als Favoritin in den Arc gehen. Am 7. September hatte sie sich auf der Rennbahn in Paris im sehr stark besetzten Prix Vermeille durchgesetzt, ein Rennen, in dem sie ein Jahr zuvor Zweite geworden war, auch damals knapp hinter Bluestocking. Die vier Jahre alte Sea The Stars-Tochter ist von Christophe Ferland behutsam auf den Arc vorbereitet worden. Zu Beginn des Jahres gewann sie den Prix Allez France und den Prix Corrida, scheiterte Ende Juni im Grand Prix de Saint-Cloud nur an dem im Arc nicht startberechtigten Wallach Calandagan und wurde anschließend bis zum Prix Vermeille geschont.

Minnie Hauk gewann in diesem Jahr die Cheshire Oaks, die Epsom Oaks, die Irish Oaks und zuletzt auch die Yorkshire Oaks, wodurch sie im Arc-Wettmarkt natürlich ganz weit oben rangiert, auch wenn sie noch nie gegen Hengste angetreten ist. Tatsächlich hatte sie keine Nennung für den Prix de l’Arc de Triomphe, musste am Mittwoch für 130.000 Euro nachgenannt werden. Startrainer Aidan O'Brien meinte nach dem Sieg in den Yorkshire Oaks, man habe bislang noch nicht das Beste von Minnie Hauk gesehen, das werde man erst zu sehen bekommen, wenn das Tempo im Rennen kontinuierlich hoch sei. Da die Teilnehmerzahl im Prix de l’Arc de Triomphe sehr hoch ist, kann dort von einem schnell gelaufenen Rennen ausgegangen werden. Minnie Hauk profitiert im Arc von einer Gewichtserlaubnis von drei Kilo gegenüber älteren Hengsten. Mit Zarkava, Danedream, Treve und Enable gewannen in den vergangenen Jahren mehrere herausragende dreijährige Stuten den Arc.

Minnie Minnie Hauk bezwingt Whirl in den Epsom Oaks

Croix Du Nord ist einer von drei Hengsten, die als erste japanische Pferde den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen wollen. Der Kitasan Black-Nachkomme war als Zweijähriger ungeschlagen geblieben, belegte im April in den japanischen 2000 Guineas den zweiten Platz und gewann am 1. Juni als Favorit den Tokyo Yushun, das japanische Derby. Croix Du Nord, der für die berühmten Sunday Racing-Farben antritt, absolvierte anschließend dreieinhalb Monate kein Rennen, bevor er am 14. September in Paris den Prix du Prince d'Orange (Gr.3, 2.000 m) auf weichem Boden gewann. Auch im Arc wird ihn der Japaner Yuichi Kitamura reiten.

Croix Du Nord Croix Du Nord schlägt Daryz beim ersten Start in Europa

Byzantine Dream ist neben Croix Du Nord die größte japanische Hoffnung, erst recht, nachdem er am 7. September den Prix Foy in Paris-Longchamp gewinnen konnte, wo er den Dritt- und Viertplatzierten des letztjährigen Prix de l’Arc de Triomphe hinter sich ließ. Der vierjährige Epiphaneia-Sohn hatte bereits im Februar in Saudi-Arabien den Red Sea Turf gewonnen und war im Mai in seiner Heimat im Tenno Sho (Spring) Zweiter geworden. Wie in Riad und Paris sitzt Oisin Murphy auch im Arc in seinem Sattel.

Sosie wurde im Prix Foy eine halbe Länge hinter Byzantine Dream Zweiter, was ihm am Wettmarkt nach unten purzeln ließ. Er war im Vorjahr, nach Siegen im Grand Prix de Paris und Prix Niel, als Favorit in den Prix de l’Arc de Triomphe gestartet, wurde dort dann aber "nur" Vierter. Für den vier Jahre alten Sea The Stars-Sohn begann das Jahr 2025 vielversprechend. Auf der Rennbahn in Paris-Longchamp gewann er mit dem Prix Ganay und dem Prix d'Ispahan zwei Gruppe-I-Rennen. Am 5. Juli endete er in den Eclipse Stakes im britischen Sandown, nach einem Rennen an der Spitze, allerdings auf dem letzten Platz und musste sich zuletzt im Prix Foy mit Rang zwei begnügen. Überbewerten sollte man diese Leistungen aber nicht, seine Hochform muss Sosie schließlich erst im Arc erreichen. Trainer André Fabre konnte den Arc bereits achtmal gewinnen.

Gezora triumphierte am 15. Juni im Prix de Diane in beeindruckender Manier, sie hatte zuvor bereits den Prix Saint-Alary in Paris-Longchamp gewonnen. Im Winter war sie von Nicolas Le Roch an den Stall von Francis-Henri Graffard gewechselt, der sie nach ihrem Diane-Erfolg in Ruhe ließ und erst drei Monate später wieder in den Wettkampf schickte. Ihr zweiter Platz hinter Aventure im Prix Vermeille kann aufgrund der langen Pause als Erfolg gesehen werden, im Arc könnte jetzt sogar noch mehr kommen. Die Almanzor-Tochter wurde nicht für den Prix de l’Arc de Triomphe 2025 nominiert, erhielt durch ihren Sieg im Prix de Diane aber eine Wildcard.

Gezora Gezora nach ihrem Sieg im Prix de Diane

Quisisana wird wie Gezora von Francis-Henri Graffard trainiert, wurde auch nicht für den Arc nominiert, hat durch ihren jüngsten Sieg im Prix Jean Romanet aber ebenfalls eine Freikarte. Die Le Havre-Tochter lief trotz ihrer fünf Jahre erst achtmal, verließ dabei sechsmal die Bahn als Siegerin. Ihr mit Abstand größter Erfolg war der Triumph im Prix Jean Romanet (2.000 m), bei dem sie die zweifache Gruppe-I-Siegerin Cinderella's Dream hinter sich ließ. Um im Prix de l’Arc de Triomphe vorne mitzumischen, bedarf es aber sicherlich weiterer Steigerung.

Kalpana konnte keinen ihrer vier Starts in diesem Jahr gewinnen, dennoch steht sie im Arc-Wettmarkt weit oben, da man der vierjährigen Stute über die Arc-Distanz viel zutraut. Nach einem zweiten Platz hinter Whirl in den Pretty Polly-Stakes (2.012 m) scheiterte sie Ende Juli in den King George Stakes (2.405 m) in Ascot an Calandagan, blieb jedoch deutlich vor starken Pferden, wie Rebel's Romance oder Jan Brueghel. Enttäuschend zuletzt ihr Auftritt in den September Stakes am 6. September in Kempton, den sie als haushohe Favoritin erneut nur auf Platz zwei beendete. Das Rennen fand allerdings auf Sand statt.

Giavellotto bezwang die einstige Arc-Favoritin Kalpana in den September Stakes, erst im Dezember hatte sich der von Marco Botti trainierte sechsjährige Mastercraftsman-Sohn in der Hong Kong Vase durchgesetzt. Botti hatte nach dem Sieg in Kempton betont, Giavellotto würde nur bei gutem Boden im Arc laufen, das große Ziel sei weiterhin die Titelverteidigung im Hong Kong Vase.

Alohi Alii ist ein weiteres starkes japanisches Pferd im Prix de l’Arc de Triomphe 2025. Im April hatte er in den japanischen 2000 Guineas als 55:1 Außenseiter vier Längen hinter Croix Du Nord auf Platz acht die Ziellinie überquert. Ohne zwischenzeitliches Rennen absolvierte er dann seinen ersten Start auf europäischen Boden am 16. August in Deauville, gewann den Prix Guillaume d'Ornano Start-Ziel und geht ohne weiteren Zwischenstopp in den Arc. Der Sohn von Duramente ist nie weiter als 2.000 Meter gelaufen, wobei sein Trainer Hiroyasu Tanaka denkt, dass er über die Arc-Distanz sogar noch stärker sein wird.

Cualificar scheiterte im Prix du Jockey Club (2.100 m) nur mit einer halben Länge an Camille Pissarro, beendete dann den Prix Guillaume d'Ornano (2.000 m) dreieinhalb Längen hinter Alohi Alii auf Rang drei. Über die vierhundert Meter weitere Distanz setzte sich der Godolphin-Hengst am 7. September im Prix Niel durch, was seinen Trainer André Fabre aufgrund der längeren Strecke nicht überraschte.

Cualificar Cualificar endet im Prix Niel deutlich vor Leffard

Leffard belegte über 2.100 Meter im Prix du Jockey Club nur Rang 17, doch zeigte der Le Havre-Sohn beim Gewinn des Grand Prix de Paris über 2.400 Meter, dass ihm die Arc-Distanz besser liegen könnte. Enttäuschend aber sein jüngster sechster Platz im Prix Niel, in den er als Favorit gestartet war.

Los Angeles wurde von Aidan O'Brien schon früh im Jahr für den Prix de l’Arc de Triomphe vorgesehen. Der vier Jahre alte Camelot-Sohn war in diesem Rennen letztes Jahr Dritter geworden, hatte zuvor das Irish Derby gewonnen. Ins neue Jahr startete Los Angeles in seiner irischen Heimat dann auch mit Siegen in den Mooresbridge Stakes und dem Gold Cup, wurde in den Prince Of Wales's Stakes in Ascot als Favorit aber überraschend nur Fünfter und enttäuschte auch als haushoher Favorit auf dem Curragh in den Silverware Stakes. Im Prix Foy sah Los Angeles auf der Zielgeraden fast schon wie der Sieger aus, wurde dann aber noch durchgereicht, hatte aber auch die gesamte Führungsarbeit geleistet. Laut O'Brien hat er rechtzeitig zum Arc seine Bestform erreicht.

Daryz gewann seine ersten vier Rennen, darunter am 29. Juli den Prix Eugene Adam (Gr.2, 2.000 m) in Saint-Cloud. Bei seinem ersten wirklichen Härtetest sah der von Francis-Henri Graffard trainierte dreijährige Aga Khan-Hengst in den International Stakes in York aber kein Land. Im Prix du Prince d'Orange zeigte der Sea The Stars-Sohn zuletzt aber eine ansprechende Leistung, endete mit viel Speed nur einen kurzen Kopf hinter Croix Du Nord.

Estrange gewann vier ihrer sechs Starts. Die vierjährige Schimmelstute hatte erst im August letzten Jahres ihr Debüt gegeben und am 5. Juli mit den Lancashire Oaks ein Gruppe-II-Rennen gewonnen. Am 21. August lief sie in den Yorkshire Oaks dreieinhalb Längen hinter Minnie Hauk auf Platz zwei.

White Birch galt eigentlich schon im Vorjahr als Arc-Kandidat, musste nach Siegen in den Mooresbridge Stakes und dem Tattersalls Gold Cup aber fast ein komplettes Jahr pausieren. Seit seinem Comeback im Mai hat er bislang nicht wieder zu alter Form gefunden, unterlag Los Angeles in den Mooresbridge Stakes, wurde im Tattersalls Gold Cup nur Vierter und blieb auch in den Irish Champion Stakes ohne Chance. So wird der von John Joseph Murphy trainierte Schimmel, immerhin Drittplatzierter im Epsom Derby 2023, im Arc 2025 nur Außenseiter sein.

Arrow Eagle gewann in diesem Jahr seine vier ersten Rennen, darunter auch den Grand Prix de Chantilly knapp vor Sibayan und Junko. Im Prix Foy endete er dann aber über sechs Längen hinter Byzantine Dream und Sosie. Der Arc wird für den Gleneagles-Sohn das erste Gruppe-I-Rennen sein.

Hotazhell triumphierte im November letzten Jahres in der renommierten Futurity Trophy vor dem späteren Irish Champion Stakes-Sieger Delacroix. Die darauf folgenden hohen Erwartungen konnte Hotazhell als Dreijähriger aber nicht annähernd erfüllen, war bei allen vier Starts in diesem Jahr ohne Siegchance und wird als größter Außenseiter in den Arc gehen.

Der Prix de l’Arc de Triomphe gilt als das bedeutendste Pferderennen der Welt und ist mit einem Preisgeld von fünf Millionen Euro das höchstdotierte in Europa.

PIWI247

Festkurse auf den Arc '2025 findet man bei PIWI247 Betting Exchange

   Den kostenlosen Livestream zum Prix de l’Arc de Triomphe 2025 gibt es bei Equidia.



© 2012 - 2026 Copyright    Datenschutz    Impressum    begambleaware begambleaware