Prix de l’Arc de Triomphe 2026

Prix de l’Arc de Triomphe 2026

4. Oktober 2026 - 2.400 Meter, Paris-Longchamp - Boden: gut bis weich


Pl. Abst.

Alter Gewicht
Trainer Jockey Quote

1.
Daryz 4 59,5
F. Graffard M. Barzalona 2.2

2. 1 ¼ Bay City Roller 4 59,5
G. Scott O. Murphy 38.9

3. H Diamond Necklace 3 55,0
A. O'Brien C. Soumillon 14.9

4. kK Friendly Soul 5 58,0
J.&.T. Gosden J. Doyle 27.9

5. 2 Kalpana 5 58,0
A. Balding C. Keane 6.6

6. N Maltese Cross 3 56,5
W. Haggas T. Marquand 8.9

7. K Varandir 3 56,5
F. Graffard C. Lecoeuvre 14.9

8. K Thundering On 3 55,0
J. O’Brien P. Boudot 10.4

9. kK Benvenuto Cellini 3 56,5
A. O'Brien R. Moore 22.7

10. K Minnie Hauk 5 58,0
A. O'Brien W. Buick 33.4

11. 1 ½ Admire Terra 5 59,5
Y. Tomomichi C. Demuro 61.9

12. KK Arrow Eagle 5 59,5
J.-C. Rouget I. Mendizabal 103.8

13. K Chestnut Rocket 4 59,5
A. Karkosa M. Grandin 134.2

14. kK Meisho Tabaru 5 59,5
M. Ishibashi Y. Take 29.2

15. kK Saddadd 4 59,5
R. Varian R. Dawson 57.2

16. ½ Bright Light 3 56,5
A. Suborics B. Marie 105.9

Vorbericht vom 3. Oktober 2026

Glaubt man den Wettmärkten, hat der französische Hengst Daryz gute Chancen seinen Titel im bedeutendsten Pferderennen der Welt zu verteidigen. Neben starken Konkurrenten aus England und Irland bekommt er es auch mit einem Pferd aus Deutschland zu tun. Anders als in den letzten sieben Jahren soll der Boden in Paris diesmal gut werden.

Daryz gewann im vergangenen Jahr den Prix de l'Arc de Triomphe und gilt an den Wettmärkten seit geraumer Zeit als Favorit auf eine Titelverteidigung. Zu Beginn des Jahres hatte er sich in Paris-Longchamp im Prix Ganay und Prix d'Ispahan klar durchsetzen können, schaffte es, außerhalb seiner Lieblingsrennbahn, am 17. Juni bei den Prince of Wales’s Stakes in Ascot, aber nur auf Platz drei. Trainer Francis-Henri Graffard verordnete seinem vier Jahre alte Aga Khan-Hengst anschließend eine längere Pause, die er am 6. September in Paris mit einem souveränen Sieg im Prix Foy beendete. Quoten von unter 3:1 für einen erneuten Arc-Sieg von Daryz erscheinen allerdings recht gering. Der letzte Dreijährige, der seinen Titel verteidigen konnte, war Alleged vor 48 Jahren.

Maltese Cross wurde im Epsom Derby hinter Christmas Day Zweiter, gewann danach den Grand Prix de Paris in Longchamp und war am 19. August auch in den Great Voltigeur Stakes von Pierre Bonnard und Christmas Day nicht zu stoppen, weshalb er mittlerweile als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Prix de l'Arc de Triomphe 2026 gilt. Der von William Haggas trainierte Sea The Stars-Sohn gewann fünf seiner sieben Starts und endete nie schlechter als Platz zwei. Sein Sieg im Grand Prix de Paris wurde anschließend aufgewertet, als der Viertplatzierte Varandir jüngst den Prix Niel gewann. Im Arc wird Maltese Cross drei Kilo weniger Gewicht als Daryz tragen.

Kalpana lief im letztjährigen Arc auf den siebten Platz, dennoch wird sie seit ihrem Triumph in den King Georges Stakes als eine der schärfsten Konkurrenten von Daryz gehandelt. Sie hatte sich am 27. Juli in Ascot in einem erlesenen Feld durchgesetzt, auch den Vorjahressieger Calandagan bezwungen. Allerdings war es in den King George Stakes in den letzten Jahren zu einigen überraschenden Ergebnissen gekommen, die später keine Bestätigung fanden. Auch Kalpana war in diesem Rennen im Vorjahr Zweite geworden und hatte dann im Prix de l'Arc de Triomphe enttäuscht. Die fünf Jahre alte Study Of Man-Tochter gewann am 20. August die Yorkshire Oaks, rettete sich dort allerdings mit kurzem Kopf vor Sparan Nua über die Ziellinie, die wiederum Anfang September im Prix Vermeille ohne Chance war.

Arc 2026 Kalpana triumphiert in den King George VI And Queen Elizabeth Stakes

Diamond Necklace gewann die ersten sechs Rennen ihrer Karriere, davon vier auf Gruppe-I-Ebene, musste sich am 23. August beim Prix Jean et Louis in Deauville aber erstmals geschlagen geben. Sie hatte den Prix Marcel Boussac, den Poule d'Essai des Pouliches und den Prix de Diane gewonnen, dann auch die Nassau Stakes und den Prix Romanet gegen ältere Stuten für sich entschieden, bevor sie in Deauville von Aventure bezwungen wurde. Die dreijährige St Mark's Basilica-Tochter ist bislang noch nie gegen Hengste angetreten und noch nie weiter als 2.100 Meter gelaufen. Tatsächlich wurden zehn der letzten achtzehn Arc-Austragungen von Stuten gewonnen und das, obwohl deutlich weniger Stuten als Hengste teilnahmen.

Thundering On deklassierte bei ihrem Sieg in den Epsom Oaks nicht nur ihre Gegnerinnen, sondern zeigte auch, dass sie mit der Arc-Distanz keinerlei Probleme hat. Anschließend enttäuschte sie jedoch auf dem Curragh, wurde gegen ältere Gegnerinnen in den Pretty Polly Stakes überraschend nur Vierte. Geplante Starts in den Nassau Stakes und Yorkshire Oaks wurden abgesagt, stattdessen erhielt die Frankel-Tochter aus dem Stall von Joseph O'Brien eine dreimonatige Pause, die sie am 13. September in ihrer irischen Heimat mit einem Sieg in den Blandford Stakes (Gr.2) beendete. Als dreijährige Stute trägt Thundering On, genau wie Diamond Necklace, viereinhalb Kilo weniger Gewicht als die älteren Hengste, kommt aber aus einer Pause von nur drei Wochen.

Arc 2026 Thundering On dominiert die Epsom Oaks

Varandir wird beim Prix de l'Arc de Triomphe 2026 neben Daryz das zweite Pferd sein, das in den Aga Khan-Farben antritt, auch er wird von Francis-Henri Graffard vorbereitet. Der dreijährige Zarak-Sohn sicherte sich am 6. September mit dem Gewinn des Prix Niel einen Platz im Arc, ließ unter anderem den Irish Derby-Sieger Benvenuto Cellini hinter sich. Bislang hat Varandir überhaupt erst fünf Rennen absolviert, von denen er vier gewann. Einzig im Grand Prix de Paris wurde er als Favorit nur Vierter, allerdings nur eine dreiviertel Länge hinter Maltese Cross.

Minnie Hauk verpasste den Sieg im Prix de l'Arc de Triomphe 2025 nach Kampf gegen Daryz nur um einen Kopf. Sie hatte im vergangenen Jahr die Epsom Oaks, die Irish Oaks und die Yorkshire Oaks gewonnen. In dieser Saison lief es für sie bislang nicht allzu gut, auch wenn sie in den Prince Of Wales's Stakes vor Daryz Zweite und in den Yorkshire Oaks Dritte wurde. Unterschätzen sollte man die vierjährige Frankel-Tochter aber keinesfalls, sie hat gezeigt, dass sie mit durchlässigem Boden in Paris bestens zurechtkommt. Sie ist das wahrscheinlichste Pferd aus dem Stall von Aidan O'Brien im Arc, der dieses Rennen für sie schon früh als klares Ziel ausgegeben hatte.

Arc 2026 Minnie Hauk unterliegt Daryz im Arc 2025 hauchdünn

Friendly Soul gewann am 6. September in Paris den Prix Vermeille und damit ihre Eintrittskarte zum Prix de l’Arc de Triomphe 2026. Die inzwischen fünfjährige Stute hatte als Dreijährige vielversprechende Erfolge gefeiert, unter anderem, ebenfalls in Paris, den Prix de l'Opéra gewonnen. Danach musste sie verletzungsbedingt ein ganzes Jahr aussetzen und hatte beim Comeback zu Beginn des Jahres zunächst einige Probleme. Nach zwei schwächeren Rennen wurde sie Ende Juli in den Nassau Stakes knappe drei Längen hinter Diamond Necklace Zweite und scheint nun wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte zu sein.

Benvenuto Cellini war eigentlich als klarer Favorit ins Epsom Derby gegangen, wurde dann jedoch zum Nichtstarter erklärt, nachdem sich sein Hinterbein in der Startmaschine verfangen hatte. Mit seinem Sieg im Irish Derby konnte der Frankel-Nachkomme anschließend aber beweisen, warum man ihm so viel Vertrauen entgegenbrachte. Beim ersten Vergleich mit älteren Gegnern musste er sich im "King George" dann mit Rang drei begnügen und auch sein fünfter Platz im Prix Niel war zuletzt wenig überzeugend. Da der Boden in Paris gut zu werden scheint, schickt Trainer Aidan O'Brien ihn dennoch in den Arc. Auch O'Brien's Stalljockey Ryan Moore hat sich für Benvenuto Cellini entschieden.

Bay City Roller gewann am 6. Juni etwas überraschend den sehr stark besetzten Coronation Cup über 2.419 Meter. Der Boden in Epsom war dabei durchlässig, genau wie bei Bay City Rollers Erfolg im Großen Preis von Bayern ein halbes Jahr zuvor. Zuletzt trat er am 6. September im Prix Foy gegen Daryz an, gegen den er nach einem Rennen von der Spitze letztlich keine Chance hatte. Eigentlich hatte man im Arc auf weichen Boden gehofft und als Ersatz die Champion Stakes in Ascot ins Visier genommen, sich nun aber doch für das große Rennen in Paris entschieden.

Saddadd gewann am 6. September den Großen Preis von Baden gegen den Kaplana-Bezwinger Giavellotto und soll sich nun gegen die ganz große Konkurrenz in Paris versuchen. Tatsächlich war das Rennen in Iffezheim das erste Mal, dass Saddadd über die Distanz von 2.400 Metern lief. Zuvor war er in den Eclipse-Stakes Vierter und im Tattersalls Gold Cup knapp eine Länge hinter Bay City Roller Dritter geworden.

Meisho Tabaru ist einer von zwei Hengsten, die in diesem Jahr versuchen, als erste japanische Pferde den Prix de l’Arc de Triomphe zu gewinnen, allerdings gelten beide als große Außenseiter. Meisho Tabaru gewann das prestigeträchtige Takarazuka Kinen 2025 und 2026, hat ansonsten aber nur wenige Erfolge aufzuweisen. Der fünfjährige Gold Ship-Sohn endete im Vorjahr beim Dubai Turf auf Platz fünf. Er wird von der japanischen Jockeylegende Yutaka Take geritten und geht aus einer Pause seit Juni in den Arc.

Arc 2026 Meisho Tabaru gewinnt den Takarazuka Kinen vor Croix Du Nord

Admire Terra hat es in seiner japanischen Heimat auf zwei Gruppe-II-Siege gebracht, hatte in den großen Rennen, wie Japan Cup oder Arima Kinen, aber nichts mit dem Ausgang zu tun. Sein größter Erfolg war im Mai ein dritter Platz im Tenno Sho Cup, eine halbe Länge hinter dem letztjährigen Derbysieger und Arc-Mitfavoriten Croix Du Nord. Für den fünfjährigen Rey De Oro-Sohn ist es der erste Start außerhalb Japans, im Sattel wird Cristian Demuro sitzen.

Bright Light wird Deutschland im Prix de l'Arc de Triomphe 2026 vertreten. Er hatte im Mai in Paris-Longchamp mit einem starken zweiten Platz im Prix de l'Avre auf sich aufmerksam gemacht. Anschließend wurde der von Andreas Suborics trainierte dreijährige City Light-Sohn im Derby Italiano Vierter und enttäuschte im Fürstenberg-Rennen in Berlin-Hoppegarten. An selber Stelle gab er dann am 9. August eine ganz andere Vorstellung, wurde im Großen Preis von Berlin hinter Tiffany knapp geschlagener Zweiter. Am 6. September endete er im Großen Preis von Baden zweieinhalb Längen hinter Saddadd auf Platz drei, aber vor Giavellotto, der zuvor Kalpana in den Hardwicke Stakes in Ascot bezwungen hatte.

Chestnut Rocket gewann im letzten Jahr das polnische Derby und lief in diesem Jahr ausschließlich in Frankreich, wo der Intello-Sohn Ende August den zweiten Platz vor Arrow Eagle im Grand Prix de Deauville belegte. Chestnut Rockets polnischer Besitzer Grzegorz Grzegorowski ist neben dem Pferdsport auch für seine großen Erfolge mit Brieftauben bekannt.

Arrow Eagle wird im Arc 2026 das Pferd von Trainerlegende Jean-Claude Rouget sein, dessen Stall noch in diesem Jahr geschlossen werden soll. Rouget hatte den Prix de l'Arc de Triomphe mit Ace Impact und Sottsass gewonnen. Dieses Kunststück wird er mit Arrow Eagle vermutlich nicht wiederholen, die aktuellen Formen des fünfjährigen Gleneagles-Sohns geben dazu wenig Anlass. Im Vorjahr belegte er im Arc den sechsten Platz, hatte zuvor den Grand Prix de Chantilly gewonnen.



Der Prix de l’Arc de Triomphe gilt als das bedeutendste Pferderennen der Welt und ist mit einem Preisgeld von fünf Millionen Euro das höchstdotierte in Europa. Die Sieger folgender Rennen sind für der Arc qualifiziert: Prix du Jockey Club, Prix de Diane, Grand Prix de Saint-Cloud, Grand Prix de Paris, Prix Jean Romanet, Prix Vermeille, Prix Foy, Prix Niel. Für Pferde, die nicht eingeschrieben wurden, müssen 120.000 Euro für eine Nachnennung entrichtet werden.

   Den kostenlosen Livestream zum Prix de l’Arc de Triomphe 2026 gibt es bei Equidia.

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