Deutsches Derby 2026
5. Juli 2026 - 2.400 Meter, 3-jährige Pferde, Hamburg-Horn
Vorbericht vom 13. April 2026
Der Hengst Gostam dominierte im vergangenen Jahr die Zweijährigen-Rennen, er steht zu Recht
ganz oben am Wettmarkt zum 157. Deutschen Derby. Im neuen Jahr muss er sich jedoch erst noch beweisen,
was dem Schlenderhaner All Square mit einem eindrucksvollen Debüt bereits gelungen ist.
Da die Saison noch jung ist, werden die kommenden Rennen mehr Klarheit ins Derby-Dunkel bringen.
Gostam hat als Zweijähriger nicht nur alle Rennen gewonnen,
er dominierte seine Gegner bei seinen drei Starts deutlich,
ist daher der logische Derby-Favorit.
Schon beim Einstand Ende Juli in München brachte er fünf Längen zwischen sich und den Rest des Feldes.
Der Sieg im Zukunfts-Rennen in Baden-Baden verlief dann erneut ungefährdet und im Preis des Winterfavoriten
waren es wieder fünf Längen zwischen Gostam und dem Zweitplatzierten.
Der von Andreas Wöhler trainierte Saxon Warrior-Sohn soll sein Jahresdebüt am 1. Mai beim Bavarian Classic in München geben
und dann möglicherweise, fünf Wochen vor dem Deutschen Derby 2026, am 31. Mai im Prix du Jockey Club laufen.
Gotsam wurde außerdem für den Grand Prix de Paris am 14. Juli eingeschrieben.
Gostam gewinnt den Preis des Winterfavoriten souverän
All Square bestritt als Zweijähriger gar kein Rennen, gab sein Debüt am 6. April in Köln.
Gegen neun Gegner, von denen fünf eine Nennung für das Deutsche Derby haben,
setzte sich der Schlenderhaner mit beeindruckenden sechs Längen Vorsprung durch und zählt seither zu den Top-Favoriten
für Hamburg-Horn. Er soll laut Trainer Peter Schiergen am 14. Juni im Kölner Union-Rennen antreten,
zuvor noch einen Start erhalten.
All Squares Mutter Amazona gewann 2016 den Niederrhein-Pokal (Gr.3, 2.050 m),
Vater Gleneagles siegte 2015 in den British und Irish 2000 Guineas.
Kairos kann mit einer Bilanz von zwei Siegen aus zwei Starts ebenfalls beeindrucken.
Schon beim Debüt im Kölner Youngster Cup ließ er in einem starken Feld keine Zweifel an seinem Können aufkommen.
Beim Youngster Steher Cup in Hannover deklassierte er das Feld dann, fand nur in Abachi einen Gegner,
den er nach langem Kampf letztlich niederrang.
Der von Henk Grewe trainierte Zarak-Sohn ist in Frankreich prämienberechtigt und
könnte dort seine Karriere als Dreijähriger fortsetzen,
bevor er im Juli das Deutsche Derby in Hamburg-Horn in Angriff nehmen wird.
Abachi unterlag Kairos bei dessen beiden Starts, zunächst in Köln mit zweieinhalb Längen,
später in Hannover nur noch mit einer halben, zwanzig Längen vor dem Rest des Feldes.
Im Gegensatz zu Kairos hat Abachi aber noch ein weiteres Rennen absolviert, das die Leistung der beiden aufwertet.
Ebenfalls in Hannover gewann er vor den späteren Siegern des Dresdner Jugendpreises Vukovino und Edlington
und mehreren Hengsten, die eine Nennung für das Deutsche Derby 2026 erhalten haben.
Abachi hätte eigentlich noch im Herzog von Ratibor-Rennen laufen sollen, musste dort jedoch aufgrund von Husten passen.
Abachi unterliegt Kairos beim Steher Cup in Hannover knapp
Loucas ging gleich bei seinem ersten Start im August als Sieger hervor,
verwies in Krefeld die spätere Winterkönigin Alsterperle auf Platz zwei.
Beim Junioren-Preis in Hannover reichte es für den Ittlinger nur zum Ehrenplatz,
doch anschließend gewann er das mit 200.000 Euro dotierte Ferdinand Leisten Memorial in Baden-Baden
vor der aus England angereisten Favoritin Bella Lyra.
Lommi ist als Sieger des Herzog von Ratibor-Rennens in die Winterpause gegangen,
auf allzu starke Gegner war er in Krefeld allerdings nicht getroffen.
Der Churchill-Sohn hatte keinen seiner drei vorherigen Starts gewinnen können,
endete im Preis des Winterfavoriten fünf Längen hinter Gostam auf Platz zwei und
war zuvor auch in Frankreich zweimal platziert.
Weekend Warrior ist im Jahr 2026 bereits gelaufen,
schlug zwei Pferde, die ebenfalls für das Deutsche Derby nominiert sind,
beim Saisonauftakt in Mülheim über 2.100 Meter klar.
Beim Debüt im November war er in einem Feld von neun Pferden nur an Wild River gescheitert.
Der Japan-Nachkomme könnte am 2. Juni im Derby Italiano an den Start gehen.
Chiefland läuft wie Kairos für die Liberty Racing-Farben, die 2023 und 2024 das Deutsche Derby gewannen.
Auch er blieb bei seinem einzigen Start als Zweijähriger ungeschlagen, bezwang dabei in Baden-Baden den Schlenderhaner Shejtan,
der anschließend ein gut besetztes Rennen in München gewann.
Der Study Of Man-Nachkomme startete am 12. April in Düsseldorf in die neue Saison,
unterlag dort auf der Linie dem Außenseiter
Tailwind mit einem Kopf.
Wild River, wie Abachi von Peter Schiergen trainiert,
der das Deutsche Derby sogar schon sechsmal gewonnen hat, wurde bei seinem ersten Start hinter dem
späteren Rabitor-Zweiten
True Lion Dritter.
Eindrucksvoll dann der zweite Auftritt des Ammerländers bei der Herbst Trophy in Köln,
wo der Lope De Vega-Sohn mehrere für das Deutsche Derby 2026 eingeschriebene Hengste stehen ließ.
Wie Gostam und Lommi wurde auch Wild River für den Prix du Jockey Club nominiert.
Salitos hat in diesem Jahr bereits ein Rennen bestritten,
setzte sich am 28. Februar in Fontainebleau gegen zwölf Gegner durch.
Der von Peter Schiergen für Liberty Racing trainierte In Swoop-Sohn hatte am 27. Dezember sein Debüt gegeben,
wurde in einem Fünfzehner-Feld in Chantilly Zweiter. Was diese beiden starken Ergebnisse in Frankreich wirklich wert sind,
ist natürlich schwer zu sagen, am Wettmark zum Derby 2026 gehört Salitos seither zumindest zum engeren Favoritenkreis.
Liberty Racings Salitos ist Ende Februar in Fontainebleau erfolgreich
Handshake ist einer von einundzwanzig Hengsten, die aus dem Ausland auf der Nennungsliste des Deutschen Derbys 2026 stehen.
Er gewann am 30. Januar ein Maidenrennen auf der Sandbahn im irischen Dundalk.
Da er im Besitz von Philip von Ullmann steht, wäre ein Start im Deutschen Derby keinesfalls unrealistisch.
Er ist allerdings auch für das Irish Derby genannt, das nur eine Woche vor dem Deutschen Derby ausgetragen wird.
Trainiert wird der Sea The Moon-Sohn am irischen Stall von Joseph O'Brien, der noch vier weitere Hengste für das Deutsche Derby genannt hat,
darunter den Gruppe-III-Sieger
Limestone oder
Hardy Warrior, der sein Saisondebüt in irischen Naas gewann und jüngst
im Prix Noailles in Paris-Longchamp (Gr.3, 2.100 m) Dritter wurde.
Ein interessanter Hengst wurde aus Dänemark von Trainer und Besitzer Flemming Velin eingeschrieben.
Sein Wootton Bassett-Sohn
Daytona (IRE) gewann bereits ein Listenrennen in Naas und
lief in Frankreich und Irland Gruppe 3 platziert.
Vollständige
Nennungsliste
des Deutschen Derbys 2026 mit Speed-Punkten.
Bedeutende Derby-Vorprüfungen 2025: