Epsom Derby 2020

Epsom Derby 2020

4. Juli 2020 - 2.423 Meter, Epsom Downs, England

  Pl. Abst.
Trainer Jockey Quote  
  1.
Serpentine  A. O'Brien  E. McNamara  26,0  
  2. 5 1/2 Khalifa Sat  A. Balding  T. Marquand  51,0  
  3. 1/2 Amhran Na Bhfiann  A. O'Brien  W. Buick  67,0  
  4. N Kameko  A. Balding  O. Murphy  4,5  
  5. H English King  E. Walker  F. Dettori  4,3  
  6. 3/4 Mogul  A. O'Brien  R. Moore  8,0  
  7. 1 1/4 Russian Emperor  A. O'Brien  S. Heffernan  7,0  
  8. 1/2 Vatican City  A. O'Brien  P. Beggy  9,5  
  9. 2 1/4 Gold Maze  J. Harrington  D. Egan  150,0  
  10. 2 3/4 Highland Chief  P. & O. Cole  B. Curtis  21,0  
  11. 1/2 Pyledriver  W. Muir  M. Dwyer  17,0  
  12. 1/2 Mohican Heights  D. Simcock  A. Atzeni  26,0  
  13. 1/2 Mythical  A. O'Brien  J. Doyle  100,0  
  14. H Max Vega  R. Beckett  H. Bentley  34,0  
  15. 2 1/4 Emissary  H. Palmer  J. Crowley  40,0  
  16. 75 Worthily  J.Gosden  M. Harley  40,0  

Vorbericht vom 2. Juli 2020

Nicht allzu häufig dürfte eine Vorhersage für das Epsom Derby so schwierig gewesen sein wie bei seiner 241. Auflage. Da die Saison in Großbritannien und Irland wegen der Corona-Pandemie erst am 1. Juni begann, haben die meisten Hengste in diesem Jahr nur ein oder zwei Vorbereitungsrennen absolvieren können. Doch nicht nur die Form, auch das Stehvermögen ist bei vielen Startern unbekannt.

English King gilt seit seinem überzeugendem Sieg am 5. Juni im Lingfield Derby Trial als Epsom Derby-Favorit, vor diesem Rennen hatte seine Quote noch bei 66:1 gestanden. Der von ihm in Lingfield auf Rang 2 verwiesene Berkshire Rocco belegte anschließend auch in der Queens Vase in Ascot den 2. Platz, hinter Santiago, der gerade das Irish Derby gewonnen hat. Mit dem Erfolg in Lingfield über 2.334 Meter bewies English King auch, dass er die Distanz in Epsom stehen wird, was bei einigen seiner Konkurrenten nicht wirklich sicher ist. Der von Ed Walker trainierte Camelot-Sohn, der zweijährig ein Maidenrennen in Newmarket gewonnen hatte, lief in diesem Jahr bislang nur ein Rennen. In Epsom wird erstmals Frankie Dettorie in seinem Sattel sitzen.

Kameko gewann am 6. Juni die britischen 2.000 Guineas (1.609 m) in Newmarket und zählt seither zu den heißen Kandidaten für das Epsom Derby. Trainer Andrew Balding denkt, dass 2.000 Meter die optimale Distanz für den Sohn des US-amerikanischen Gruppe-I-Siegers Kitten's Joy sind, doch glaubt er auch, dass er fähig sein wird die 2.423 Meter im Epsom Derby zu stehen. Als Zweijähriger war Kameko in Gruppe-Rennen zweimal nur äußerst knapp bezwungen worden, bevor ihm im November der Sieg in den Futurity Trophy Stakes (ehemals Racing Post Trophy) gelang. Oisin Murphy wird auch in Epsom sein Jockey sein.

Vatican City ist ein ähnlicher Fall wie Kameko, auch bei ihm ist nicht klar, ob er die Derby-Distanz stehen kann. Dass er Klasse hat, zeigte der Galileo-Sohn in den Irish 2.000 Guineas, wo er trotz ungünstigem Rennverlauf Zweiter wurde. Er ist ein (Voll-)Bruder von Gleneagles, der 2015 die Irish 2.000 Guineas gewann, dann aber nicht im Epsom Derby antrat.

Russian Emperor verlor am 9. Juni im Derrinstown Derby Trial (2.012 m) in Dublin nur knapp gegen seinen Stallgefährten Cormorant. Besser lief es eine Woche später in den Hampton Court Stakes (2.004 m) in Ascot, wo er sich gegen die vorherigen Sieger Berlin Tango und First Receiver durchsetzen konnte. Auch wenn es in Ascot so aussah, als sollte Russian Emperor die weitere Distanz in Epsom zugutekommen, ist nicht wirklich sicher, ob der Galileo-Nachkomme sie auch stehen wird. Seine Mutter Atlantic Jewel war in Australien in Gruppe-I-Rennen über 2.000 Meter erfolgreich. Jockey Seamie Heffernan gewann im Vorjahr das Epsom Derby mit Anthony Van Dyck.

Mogul, wie Vatican City und Russian Emperor von Aidan O'Brien in Irland trainiert, unterlag Kameko als Favorit in den Futurity Trophy Stakes. Und obwohl er auch beim Saisondebüt in den King Edward VII Stakes nur Vierter wurde, gilt er weiterhin als einer der aussichtsreichsten Hengste von Aidan O'Brien, der das Epsom Derby schon sieben Mal gewonnen hat. Dass sich O'Briens Stalljockey Ryan Moore für Mogul entschieden hat kann als Zeichen gewertet werden. Mogul hatte als Jährling 3.400.000 Pfund gekostet und ist ein Bruder von Japan und Secret Gesture.

Pyledriver könnte für eine der großen Geschichten des Epsom Derbys sorgen, denn lange hatte den Harbour Watch-Sohn aus dem Stall von William Muir kaum jemand auf dem Zettel. Am 3. Juni schaffte er es, in den von Berlin Tango in Kempton gewonnenen Classic Trial Stakes, als 41:1 Außenseiter auf den 2. Platz und ließ anschließend in Ascot in den King Edward VII Stakes (2.406 m) Pferde wie Mogul und Arthur's Kingdom stehen. Man darf gespannt sein wie dieses Märchen weitergeht. Jockey Martin Dwyer, der der Schwiegersohn von William Muir ist, konnte das Epsom Derby bereits 2006 mit Sir Percy gewinnen.

Highland Chief beeindruckte als er beim ersten und einzigen Start in diesem Jahr das Golden Gates Handicap (2.004 m) in Ascot gewann. Auch er ist ein Sohn von Gleneagles und auch bei ihm ist die nötige Ausdauer für Epsom nicht garantiert.

Khalifa Sat gewann am 14. Juni die Cocked Hat Stakes (2.253 m) in Goodwood mit "Hals" vor dem favorisierten Emissary. Auch wenn sich der Free Eagle-Sohn deutlich steigern muss, um das Epsom Derby zu gewinnen, ist er einer der wenigen Starter, bei denen es keine Zweifel über die notwendige Ausdauer gibt.

Serpentine ist ein weiterer Galileo-Sohn aus dem Stall von Aidan O'Brien, dessen Mutter Remember When vor zehn Jahren in den Epsom Oaks Dritte wurde, er wird mit der Distanz keine Probleme haben. Beim Jahresdebüt kam Serpentine erst kurz vor dem Ziel frei, bewies sein Können dann bei einem Maidenrennen in Irland, dass er mit neun Längen gewann.

Gold Maze lief erst am letzten Wochenende im Irish Derby, wo er elf Längen hinter dem Sieger Sechster wurde. Zuvor hatte er in den zur Gruppe 2 zählenden Ten Gallinule Stakes den 2. Platz belegt. Der von Jessica Harrington trainierte Golden Horn-Sohn hat auch eine Nennung für das Deutsche Derby, die er sicherlich nicht wahrnehmen wird.

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03. Juni 2020
Classic Trial
2.011 m
Kempton Park
Berlin Tango
05. Juni 2020
Lingfield Derby Trial
2.334 m
Lingfield
English King
06. Juni 2020
2.000 Guineas
1.609 m
Newmarket
Kameko
09. Juni 2020
Derrinstown Stud
2.012 m
Leopardstown
Cormorant
12. Juni 2020
Irish 2.000 Guineas
1.609 m
Curragh
Siskin
16. Juni 2020
King Edward VII St.
2.406 m
Ascot
Pyledriver
17. Juni 2020
Hampton Court St.
2.004 m
Ascot
Russian Emperor
20. Juni 2020
St James’s Palace St.
1.603 m
Ascot
Palace Pier
27. Juni 2020
Irish Derby
2.414 m
Curragh
Santiago
04. Juli 2020
Epsom Derby
2.423 m
Epsom Downs
Serpentine
09. Juli 2020
Dante Stakes
2.063 m
York
Thunderous

Das Epsom Derby zählt zu den ältesten und bedeutendsten Pferderennen der Welt, es ist das höchstdotierte Rennen Großbritanniens. Seine 241. Austragung wird aufgrund der Corona-Krise ohne Zuschauer auf dem Epsom Downs Racecourse stattfinden.


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