Großer Preis von Bayern 2020

Großer Preis von Bayern 2020

8. November 2020 - 2.400 Meter, München-Riem

  Pl. Abst. Alter Kg Trainer Jockey Quote  
  1.
Sunny Queen 3 56,5 H. Grewe R. Piechulek 27,3  
  2. H Torquator Tasso 3 58,0 M. Weiß B. Murzabayev 3,4  
  3. 2 Dicaprio 3 58,0 H. Grewe A. Starke 4,1  
  4. 3 Secret Advisor 6 60,0 C. Appleby W. Buick 9,3  
  5. 1/2 Tax For Max 3 58,0 H. Grewe M. Pecheur 55,5  
  6. 9 Antonia De Vega 4 58,5 R. Beckett R. Hornby 14,9  
  7. 14 Morando 7 60,0 A. Balding S. De Sousa 6,6  
  8. 2 Tabera 3 56,5 M. Mintchev L. Delozier 11,0  
  9. 8 Indian Soldier 4 60,0 M. Klein T. Scardino 28,3  
  10. 3 Walderbe 4 60,0 R. Rohne M. Michel 15,0  
  11. 7 Manuela De Vega 4 58,5 R. Beckett R. Kingscote 14,3  

Vorbericht vom 5. November 2020

Traditionell ist der Große Preis von Bayern das letzte Gruppe-I-Rennen im europäischen Rennkalender. Von einem internationalen Klassefeld kann in diesem Jahr jedoch nicht die Rede sein, vertreten die vier aus England anreisenden Gäste doch kaum allerhöchstes Niveau. So dürfen sich die dreijährigen deutschen Stuten und Hengste Hoffnungen auf einen prestigeträchtigen Erfolg machen.

Torquator Tasso wird im Großen Preis von Bayern voraussichtlich als Favorit in die Startboxen einrücken. Dem Adlerflug-Sohn war im Großen Preis von Berlin der erste Gruppe-I-Erfolg gelungen, zuvor hatte er bereits im Großen Preis von Baden als bestes deutsches Pferd die Linie passiert. Auch sein 2. Platz im Deutschen Derby spricht für ihn, bedenkt man, dass er den Derbysieg nur um eine dreiviertel Länge verpasst hatte und sein Bezwinger In Swoop anschließend Zweiter im Prix de l’Arc de Triomphe wurde.

Dicaprio, wie Torquator Tasso ein Sohn von Adlerflug, unterlag seinem Halbbruder im Großen Preis von Berlin mit "kurzem Kopf", hatte dort einen äußerst umständlichen Rennverlauf zu bewältigen. Dass er weder mit der Rennbahn in München-Riem, noch mit durchlässigem Geläuf, Probleme hat, bewies er bereits im Juni bei seinem Sieben-Längen-Sieg im Münchener Derby Trial. In diesem Jahr hat er erst vier Rennen bestritten, sollte Anfang November also noch über genügend Reserven verfügen. Andrasch Starke ist schon seit Anfang Oktober als Dicaprios Jockey angegeben.

Tax For Max ist ein weiterer dreijähriger deutscher Hengst, der im Großen Preis von Bayern laufen wird, sich für eine Platzierung aber steigern müsste. Der noch sieglose Maxios-Sohn hatte Torquator Tasso bei seinem Debüt mit über zwei Längen geschlagen, wurde im Union-Rennen aber nur Vierter und trat dann in Auktionsrennen an.

Tabera, eine dreijährige Gleneagles-Tochter, kommt mit der Bilanz von drei Siegen in Folge nach München. Auch wenn ihr größter Erfolg bislang nur ein Gruppe-III-Sieg war, zeigen ihre Speed-Punkte, dass sie auch im Großen Preis von Bayern nicht ohne Chance wäre, zumal sie im Preis der Deutschen Einheit den Union-Sieger Wonderful Moon klar bezwang. Es fragt sich jedoch, ob sie die Distanz stehen kann, bisher ist sie nie weiter als 2.000 Meter gelaufen.

Sunny Queen bestritt, genau wie Tabera, in diesem Jahr erst fünf Rennen. Sie hat bislang nicht mehr als ein Listenrennen gewonnen, doch unterlag sie am 25. Oktober in einem Gruppe-III-Rennen in Hannover nur hauchdünn. Die Camelot-Tochter konnte verletzungsbedingt nicht am Preis der Diana teilnehmen, wird mit den 2.400 Metern in München-Riem keine Probleme haben. Kurz vor dem Rennen wurde sie nach England an Cayton Park Stud verkauft.

Antonia De Vega belegte beim letztjährigen Großen Preis von Bayern, in einem langsam gelaufenen Rennen, den 4. Platz, weniger als eine Länge hinter dem Sieger Nancho. Aufgrund einer Verletzung konnte die vierjährige Stute in diesem Jahr bislang nur dreimal starten, gewann im September die Princess Royal Muhaarar Stakes (Gr.3, 2.414 m) in Newmarket, wo sie die Yorkshire Oaks-Zweite Alpinista bezwang. Beim letzten Auftritt am 17. Oktober in den British Champions Fillies and Mares Stakes in Ascot wurde sie allerdings Letzte.

Manuela De Vega, wie Antonia De Vega eine vierjährige Tochter von Lope De Vega und wie sie von Ralph Beckett im englischen Wiltshire trainiert, hatte im letzten Jahr den Sieg im Großen Preis von Bayern nur um einen "Hals" verpasst. In diesem Jahr khat sie bereits zwei Rennen gewonnen, darunter die Lancashire Oaks in Haydock (Gr.2, 2.373 m), war zuletzt aber in Paris im Prix de Royallieu und in Ascot in den British Champions Fillies and Mares Stakes ohne Chance.

Secret Advisor kommt aus dem Stall von Charlie Appleby in Newmarket nach München und wird seine Reise vermutlich Richtung Dubai fortsetzen. Dort hatte er im Februar die zur Gruppe III zählende Nad Al Sheba Trophy gewonnen. Seither hat der sechsjährige Godolphin-Hengst nur noch einen Start im Juni absolviert, geht also aus einer fünfmonatigen Pause in den Großen Preis von Bayern. Als Dreijähriger belegte Secret Advisor in der Queen's Vase in Ascot hinter Stradivarius den 3. Platz, konnte verletzungsbedingt als Vierjähriger aber keinen einzigen Start absolvieren.

Morando wird mit sieben Jahren der älteste Teilnehmer im Großen Preis von Bayern sein. Er hatte im Vorjahr für Aufsehen gesorgt, als er die Ormonde Stakes (Gr.3, 2.692 m) in Chester mit acht Längen vor dem St Leger Stakes-Gewinner Kew Gardens gewann. In diesem Jahr hat der Schimmel erst vier Rennen bestritten, bei denen er allerdings nur wenig überzeugte. Er kommt auf jeden Fall relativ ausgeruht nach München und würde auch mit weichem Boden keine Probleme haben, auf dem ihm alle drei Gruppe-III-Siege gelangen.

Walderbe geht als frischer Gruppe-II-Sieger in den Großen Preis von Bayern, die Konkurrenz, die er im Gran Premio Del Jockey Club in Mailand bezwang war allerdings ziemlich überschaubar, in München wird er es mit ganz anderen Gegnern zu tun bekommen. Der Maxios-Sohn aus der Waldfee kam in seiner Karriere überwiegend im Ausland zum Einsatz, die Formen, die er in Deutschland zeigte, sind wenig ermutigend.

Indian Soldier gilt als größter Außenseiter im Großen Preis von Bayern, schließlich ist der vierjährige Soldier Hollow-Sohn noch nie höher als Ausgleich II gelaufen. Immerhin, die Bahn in München-Riem scheint ihm zu liegen, hier gewann er vier von fünf Starts.

Der Große Preis von Bayern wird seit 2012 in München-Riem ausgetragen. Zuvor war er von 1957 bis 1997 als Aral-Pokal auf der Rennbahn in Gelsenkirchen-Horst und ab 2004 als Rheinland-Pokal in Köln gelaufen worden. Das Rennen hat seit 1973 Gruppe-I-Status und führt mit Königsstuhl (1979), Acatenango (1985-86), Mondrian (1989-90) oder Monsun (1993) einige der besten deutschen Vollblüter in seiner Siegerliste.

Vollständige Startliste und Formen des Münchener Renntags am 8. November 2020.



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