Großer Preis von Bayern 2026

Großer Preis von Bayern 2026

7. November 2026 - 2.400 Meter, München-Riem

Vorbericht vom 12. Oktober 2026

Das letzte Gruppe-I-Rennen im europäischen Rennkalender wird auch diesem Jahr internationale Gäste auf die Galopprennbahn München-Riem locken. Die deutschen Pferde könnten dann erneut zu den Außenseitern gehören.

Der französische Star-Hengst Varandir besitzt eine Nennung für den Großen Preis von Bayern 2026, genau wie der Tattersalls Gold Cup-Sieger Almaqam oder die Siegerin des Großen Preis von Berlin Tiffany, doch ist ein Start eines dieser drei Pferde in München eher unrealistisch, zumal Tiffany im Breeders' Cup Turf laufen soll. Doch auch viele der anderen aus dem Ausland nominierten Pferde können sich sehen lassen.

Dubai Honour bestritt in diesem Jahr erst fünf Rennen, zwei davon im Frühjahr in Australien, sollte also noch über genügend Kraftreserven verfügen, um im Großen Preis von Bayern auflaufen zu können. Der achtjährige Wallach aus dem Stall von William Haggas hat in Deutschland gute Erfahrungen gesammelt, wurde 2024 und 2025 Zweiter im Großen Preis von Baden und endete am 27. September beim Preis von Europa in Köln ebenfalls auf dem Ehrenplatz. Der Globetrotter hat neben dem Grand Prix de Saint-Cloud 2024 auch drei Gruppe-I-Rennen in Australien für sich entschieden.

Arrow Eagle gewann im vergangenen Jahr den Grand Prix de Chantilly und den Prix Royal-Oak über 3.100 Meter und hat in diesem Jahr erst vier Starts in den Beinen, ist also kein unrealistisches Pferd für den Großen Preis von Bayern. Der fünfjährige Gleneagles-Sohn wurde bei seinem letzten Start Zwölfter im Prix de l’Arc de Triomphe 2026 und war dort der letzte Starter der Trainerlegende Jean-Claude Rouget. Danach wechselte Arrow Eagle an den Stall von Jérôme Reynier nach Calas, er hat auch eine Nennung für den Prix Royal Oak am 25. Oktober in Saint-Cloud.

Consent ist ein weiteres Pferd, dass zum Ende der Saison noch über ausreichend Kraft verfügen sollte. Ähnlich wie Arrow Eagle gewann die vierjährige Stute im Vorjahr ein Gruppe-I-Rennen in Paris, den Prix de Royallieu, und ist in diesem Jahr erst viermal gelaufen. Beim Versuch ihren Titel im Prix de Royallieu am 3. Oktober zu verteidigen, wurde die Lope De Vega-Tochter in einem stark besetzten Feld Vierte. Ihr Trainer Sir Mark Prescott schaffte es im Großen Preis von Bayern in den letzten beiden Jahren mit Tiffany jeweils auf Platz zwei.

Jabracadabra befindet sich ebenfalls auf der Startliste des Großen Preis von Bayern 2026. Er hatte am 3. Oktober in Paris mit einem Sieg im Prix Chaudenay (3.000 m) überrascht, den er unter anderem gegen Pierre Bonnard gewann. Es war der bislang größte Erfolg des dreijährigen Wallachs, der von der Engländerin Amy Murphy in Chantilly trainiert wird.

Venetian Prince ist der aktuelle Sieger des Derby Italianos, der dort unter anderem die deutschen Hengste Bright Light und Salitos bezwungen hatte. Der von Andrew Balding in England trainierte dreijährige Hengst versuchte sich nach dem Derbysieg in den King Edward VII Stakes in Ascot, wo er ohne Chance blieb. Nach einer fast dreimonatigen Pause wurde er dann am 7. September in Windsor in den Winter Hill Stakes (Gr.3) Zweiter und ist seither nicht mehr gelaufen.

Seguro wird wahrscheinlich das Pferd mit den größten deutschen Hoffnungen im Großen Preis von Bayern sein. Er war am 26. Juli in München-Riem im stark besetzten Großen Dallmayr-Preis auf den vierten Platz gelaufen, nur eineinhalb Längen hinter dem Sieger Hotazhell, der sieben Wochen später die Irish Champions Stakes gewinnen konnte. Seguro hatte sich Anfang Juni im Iffezheimer Derby-Trial durchgesetzt, startete aber nicht im Derby, gewann stattdessen den Großen Preis von Lotto Hamburg gegen namhafte ältere deutsche Pferde. Im Preis von Europa wurde er 48 Längen hinter dem Sieger Letzter, was laut Trainer Andreas Suborics daran lag, dass er verschleimt war.

Santagada endete im Großen Dallmayr-Preis eineinhalb Längen hinter Seguro auf Platz fünf und gewann anschließend den Zastrow Stutenpreis in Baden-Baden. Die vier Jahre alte Soldier Hollow-Tochter hatte es zuvor auf fünf Gruppe-III-Siege gebracht. Eigentlich war für sie am 4. Oktober der Prix de l’Opera angedacht gewesen, doch war für Besitzer Helmut von Finck das Geläuf in Paris nicht weich genug, weshalb sie nun auf den Großer Preis von Bayern 2026 vorbereitet wird, für den sie als erste sichere Starterin gilt.

Vollständige Startliste und Formen des Münchener Renntags am 7.11.2026.


Der Große Preis von Bayern wird seit 1973 als Gruppe-I-Rennen ausgetragen und führt in seiner Siegerliste bedeutende Namen, wie die Arc-Siegerin Alpinista, Königsstuhl, Acatenango oder Monsun. Von 1957 bis 1997 wurde das Rennen in Gelsenkirchen als Aral-Pokal gelaufen, von 2004 bis 2012 als Rheinland-Pokal in Köln.

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