Saudi Cup 2022

Saudi Cup 2022

26. Februar 2022 - 1.800 Meter, Riad, Saudi-Arabien


Pl. Abst.

Alter
Trainer Jockey Quote

1.
Emblem Road 4
M. Almulawah W. Ramos 50.0

2. ½ Country Grammer 5
B. Baffert F. Prat 15.0

3. 1 ½ Midnight Bourbon 4
S. Asmussen J. Rosario 13.0

4. 3 ½ Making Miracles 7
M. Almulawah A. Moreno 17.0

5. 1 ¼ Aero Trem 7
A. Pereira V. Leal 100.0

6. 6 ½ Marche Lorraine 6
Y. Yashagi C. Soumillon 21.0

7. ¾ Secret Ambition 9
S. Seemar A. de Vries 66.0

8. 1 T O Keynes 5
D. Takayanagi K. Matsuyama 6.0

9. 4 ¼ Mandaloun 4
B. Cox F. Geroux 5.0

10. ¾ Magny Cours 7
A. Fabre M. Barzalona 13.0

11. K Real World 5
S. Bin Suroor F. Dettori 9.0

12. ½ Art Collector 5
B. Mott L. Sanchez 17.0

13. 30 Sealiway 4
F. Graffard R. Moore 15.0

14. 30 Mishriff 5
J.&T. Gosden D. Egan 4.33

Vorbericht vom 24. Februar 2022

In dem mit 20 Millionen US-Dollar höchstdotierten Pferderennen der Welt versucht der in England trainierte Mishriff seinen Titel zu verteidigen, trifft dabei auf einige der besten Sandbahnpferde Japans, Südamerikas und den USA. Viele Teilnehmer sind nicht nur von weit her angereist, sie kommen teils aus sehr langen Rennpausen, weshalb sie nur schwer einzuschätzen sind. Gute Chancen auf den großen Pott sollten die Sandbahnspezialisten aus den USA haben, allen voran der gezielt vorbereitete Mandaloun.

Mishriff gewann im Vorjahr etwas überraschend den Saudi Cup, auch wenn es an seiner Qualität keine Zweifel gegeben hatte. Überraschend war vielmehr, dass er sich als Sieger des auf Gras gelaufenen Prix du Jockey Club 2020 auch auf der Sandbahn durchsetzen konnte, zumal er auch noch aus einer viermonatigen Pause gekommen war. Nach diesem Triumph gewann der von John Gosden in Newmarket trainierte Make Believe-Sohn auch noch den Dubai Sheema Classic und die International Stakes in York, bevor er sich Ende Oktober in die Winterpause verabschiedete. Seinem Besitzer Prince Faisal würde ein weiterer Sieg in seiner Heimat natürlich besonders am Herzen liegen. Sollte Mishriff den Saudi Cup erneut gewinnen, wäre er das gewinnreichste Rennpferd aller Zeiten, noch vor der australischen Stute Winx.

Mandaloun wurde im Kentucky Derby 2021 Zweiter und gewann im Juli, nach der Disqualifikation von Hot Rod Charlie, die Haskell Stakes. Trainer Brad Cox ließ den vier Jahre alten Into Mischief-Sohn im Rest des Jahres kein Rennen mehr bestreiten, um so seiner Entwicklung nicht im Weg zu stehen. Schon im Herbst hatte er für ihn den Saudi Cup ins Auge gefasst. Trotz der Rennpause gewann Mandaloun am 22. Januar sein Comeback in den Louisiana Stakes und gilt nun als aussichtsreichster US-amerikanischer Starter im Saudi Cup.

T O Keynes gewann im Dezember den Champions Cup, das wichtigste Sandbahnrennen Japans und ein Qualifikationsrennen für den Saudi Cup. Sechs Längen hinter ihm lief Chuwa Wizard auf den 2. Platz, der Zweite des letztjährigen Dubai World Cups. Mit dem Teio Sho hatte T O Keynes im Juni bereits ein Gruppe-I-Rennen auf Sand gewonnen, dabei die spätere Breeders' Cup Distaff-Siegerin Marche Lorraine klar besiegt.

Aero Trem gilt derzeit als das beste Pferd Südamerikas. Der fünffache Gruppe-I-Sieger aus Uruguay war auch am 24. Oktober im Gran Premio Latinoamericano, dem wichtigsten und höchstdotierten Pferderennen Lateinamerikas, nicht zu stoppen, stellte auf der Sandbahn in Montevideo einen neuen Bahnrekord über 2000 Meter auf. Schon seit Ende letzten Jahres befindet sich Aero Trem in Dubai, hat dort bislang aber noch kein Rennen absolviert und geht aus einer viermonatigen Pause in den Saudi Cup. Danach soll er auch im Dubai World Cup antreten.

Sealiway kommt aus Frankreich nach Saudi-Arabien. Der mittlerweile von Francis-Henri Graffard trainierte vierjährige Hengst war zu Beginn des letzten Jahres Zweiter im Prix du Jockey Club geworden, endete im Prix de l’Arc de Triomphe auf Rang 5 und gewann im Oktober die Champion Stakes in Ascot vor Mishriff. Die Qualität, um im Saudi Cup weit vorne zu landen, ist bei Sealiway also vorhanden. Es fragt sich jedoch, wie er mit der langen Pause seit Oktober und seinem ersten Auftritt auf Sand zurechtkommen wird.

Midnight Bourbon unterlag Mandaloun bei dessen Rückkehr am 22. Januar in den Louisiana Stakes mit knapp einer Länge, war letztes Jahr auch im Louisiana Derby, Pennsylvania Derby, den Preakness Stakes und den Travers Stakes auf dem Ehrenplatz gelandet. Der von Steven Asmussen trainierte vierjährige Tiznow-Sohn gehört also zu den besten Rennpferden der USA, weshalb es kaum eine Überraschung wäre, würde er sich im Endkampf zeigen.

Art Collector behauptete sich im Vorjahr in der Spitze des US-amerikanischen Galoppsports mit Siegen in den Charles Town Classic Stakes und den Woodward Stakes. Anfang November war der fünfjährige Bernardini-Sohn im Breeders' Cup Classic dann aber chancenlos. Er hat seither kein Rennen mehr bestritten.

Country Grammer ist der vierte Teilnehmer aus den USA und sogar sein Juni letzten Jahres pausiert. Bei seinem letzten Start hatte er mit den Gold Cup Stakes ein Gruppe-I-Rennen gewonnen, war dabei jedoch nicht unbedingt auf die stärksten Gegner getroffen. Der Fünfjährige dürfte es in Riad nicht leicht haben.

Real World gewann am 28. Januar in Dubai die zur Gruppe 2 zählende Zabeel Mile und erhielt daraufhin eine Einladung zum Saudi Cup. Es war der fünfte Sieg in Folge für den fünfjährigen Godolphin-Hengst. Zuvor hatte er sich unter anderem in Ascot im Royal Hunt Cup gegen 29 Gegner durchgesetzt oder am Arc-Wochenende in Paris den Prix Daniel Wildenstein gewonnen. Bei allen vier Starts auf der Sandbahn in Dubai war Real World letzte Saison sieglos geblieben, dennoch lässt ihn sein äußerst erfahrener Trainer Saeed bin Suroor im Saudi Cup laufen.

Magny Cours, der zweite Godolphin-Starter, belegte im letztjährigen Dubai World Cup den 3. Platz, allerdings war dieses Rennen kaum so anspruchsvoll besetzt wie der Saudi Cup 2022. Anschließend trat der siebenjährige Wallach in mehreren Gruppe-Rennen in Frankreich an, wurde am Arc-Sonntag Zweiter im Prix Dollar. Bei seinem letzten Auftritt am 19. November reichte es dann in der Bahrain International Trophy nur zu Rang 3. Magny Cours wurde in Kentucky gezüchtet, wird aber von Andre Fabre in Frankreich trainiert.

Marche Lorraine ist die zweite Hoffnung Japans im Saudi Cup, die sechsjährige Stute wird dort das letzte Rennen ihrer Karriere bestreiten. Am 6. November hatte sie als 50:1 Außenseiterin in den USA völlig überraschend den Breeders' Cup Distaff (1.800 m) gewonnen, nahm seither allerdings an keinem Rennen mehr teil. Wie erwähnt unterlag sie noch im Juni T O Keynes mit mehr als zehn Längen im Teio Sho. Aus Mangel an internationalen Vergleichen sind die beiden japanischen Starter natürlich nur schwer einzuschätzen.

Secret Ambition ist mit stolzen neun Jahren der älteste Teilnehmer im Feld. Einst lief er für Mark Johnston in England, kam dort allerdings nie über einen Erfolg in einem Class 5-Rennen hinaus. Nachdem er 2015 nach Dubai zu Satish Seemar gewechselt war, lief es für den Exceed And Excel-Sohn langsam besser. Letztes Jahr gewann er neben den Firebreak Stakes sogar die Godolphin Mile und wurde Zweiter in der Jebel Ali Mile. Nach zehn Monaten Pause hat er in diesem Jahr erst ein Rennen absolviert, zeigte sich in der Al Maktoum Challenge (Runde 1) mit Platz 2 aber direkt in guter Form. Um im Saudi Cup mithalten zu können, wird der Oldie aber noch mindestens eine Schippe drauflegen müssen.

Making Miracles gewann am 27. Januar den Custodian of the Two Holy Mosques Cup auf der King Abdul Aziz-Rennbahn in Riad, wodurch er ein Startrecht im Saudi Cup 2022 erhielt. Der im Besitz von Prince Saud bin Salman Abdulaziz stehende siebenjährige Pivolat-Sohn hatte 2019 den Chester Cup in England gewonnen, damals noch für Mark Johnston. Anschließend siegte er für Trainer Mitab Almulawah in Saudi-Arabien in drei lokalen Gruppe-I-Rennen und wurde im Vorjahr Fünfter im The Red Sea Turf Handicap. Making Miracles gilt als Frontrunner und dürfte sich auch im Saudi Cup zunächst an der Spitze zeigen.

Emblem Road befindet sich ebenfalls im Besitz von Prince Saud Abdulaziz und wird auch am Stall von Mitab Almulawah vorbereitet. Der in den USA gezogene vierjährige Hengst konnte sechs seiner acht Starts gewinnen, allesamt in Saudi-Arabien. Im Saudi Cup bekommt er es nun aber mit einer ganz anderen Art von Gegnern zu tun.

Tipp: Mandaloun - Mishriff - Sealiway

Langzeitquoten für den Saudi Cup 2022 findet man bei Racebets.


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Der Saudi Cup wurde erstmals 2020 ausgetragen und ist seither das höchstdotierte Pferderennen der Welt. Verglichen mit der Rennbahn in Dubai, kommt die Rennstrecke in Riad den europäischen Pferden durch ihre längere Zielgerade entgegen. Auch hat der Sand in Riad weniger "Kickback", was für Pferde, die normalerweise auf Gras laufen, günstiger ist.
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