Vorschau - Saudi Cup 2020
 Saudi Cup 2020

Saudi Cup 2020

29. Februar 2020 - 1.800 Meter, Riad, Saudi Arabien

Vorbericht vom 18. Januar 2020

In der Hauptstadt des umstrittenen Wüstenstaats Saudi-Arabien, der bislang nicht gerade für seinen Galopprennsport bekannt war, wird Ende Februar das höchstdotierte Pferderennen aller Zeiten ausgetragen. Von den 20 Millionen US-Dollar Preisgeld werden vor allem Mitteldistanzpferde aus Nordamerika angelockt, schließlich findet der Saudi Cup 2020 auf Sand statt.

Der Saudi Cup findet vier Wochen nach dem in den USA gelaufenen Pegasus World Cup ($9 Mio, 1.818 m) und einen Monat vor dem Dubai World Cup ($12 Mio, 2.000 m) statt, so dass die besten US-amerikanischen Rennpferde die Möglichkeit haben, an allen drei Mega-Events teilzunehmen. Austragungsort des Saudi Cups ist die König Abdulaziz-Rennbahn in der Hauptstadt Riad. Die drei Erstplatzierten des Pegasus World Cup erhalten eine Einladung zum Saudi Cup, außerdem finden in Riad am 7. Februar Qualifikationsrennen statt.

Wer letztendlich im Saudi Cup 2020 startet, wird erst nach Austragung des Pegasus World Cup klar werden. Ziemlich sicher dürfte ein Start von Maximum Security sein, dessen Besitzer sich aufgrund des geringeren Preisgeldes im Pegasus World Cup für einen Start auf der arabischen Halbinsel ausgesprochen haben. Maximum Security hatte das Kentucky Derby 2019 eigentlich schon gewonnen, den Sieg wegen einer Behinderung aber wieder aberkannt bekommen. Anschließend war er zweimal auf Gruppe-I-Ebene erfolgreich.
Relativ wahrscheinlich ist auch ein Start von Mckinzie. Trainer Bob Baffert wird den fünfjährige Street Sense-Sohn nicht in den Pegasus World Cup schicken, ihn stattdessen in Saudi-Arabien und anschließend beim Dubai World Cup laufen lassen. Mckinzie hatte im Breeders' Cup Classic 2019 den 2. Platz belegt und im gesamten Jahr 2019 kein Rennen schlechter als Rang 2 beendet.
Midnight Bisou soll beim Saudi Cup erstmals gegen männliche Konkurrenten antreten. Die fünfjährige Stute gewann im Vorjahr drei Gruppe-I-Rennen in den USA, scheiterte zuletzt aber völlig überraschend im Breeders' Cup Distaff. Weitere Pferde, die aus den USA zum Saudi Cup 2020 anreisen könnten sind der Fünfte des Breeders' Cup Classic Math Wizard, der Zweitplatzierte der Travers Stakes Tacitus oder Gift Box, der Mckinzie im Santa Anita Handicap bezwungen hatte.

Unter den 140 Nennungen für den Saudi Cup 2020 befinden sich auch einige interessante Pferde aus anderen Teilen der Erde. Darunter Japans wohl bestes Sandbahnpferd Chrysoberyl, der im Dezember den Champions Cup (früher Japan Cup Dirt) gewonnen hatte. Mit Capezzano und North America sind zwei Pferde aus den Vereinigten Arabischen Emiraten genannt, die bereits beim Dubai World Cup Erfahrung gesammelt haben und beim Saudi Cup sicherlich nicht ohne Chance wären. Aus Irland wurde Magic Wand nominiert, die im Dezember auf Gras im Hong Kong Cup nur hauchdünn unterlegen war. Auch der Vierzehn-Längen-Sieger des Großen Preis von Baden Ghaiyyat steht auf der Liste für den Saudi Cup.

Im Rahmenprogramm der Saudi Cup Races findet das The Red Sea Turf Handicap auf der Grasbahn statt, dieses Steherrennen über 3.000 Meter ist mit 2,5 Millionen US-Dollar dotiert. Hier könnte der von Andreas Wöhler trainierte einstige Derby-Mitfavorit Ladykiller zum Einsatz kommen, der über genau diese Distanz in Berlin das Silberne Pferd gewonnen hatte. Auch der von Ralf Rohne trainierte Maxios-Sohn Walderbe wurde für dieses Rennen eingeschrieben.

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